Alessija Lause gehört zu den deutschen Schauspielerinnen, deren Karriere weit über klassische Fernsehrollen hinausgeht. Sie wurde am 15. April 1980 in Bad Aibling in Bayern geboren und ist damit 2026 46 Jahre alt. Ihre familiären Wurzeln verbinden Deutschland und Kroatien: Ihre Mutter ist Kroatin, ihr Vater Deutscher. Auch beruflich spielt diese Verbindung eine Rolle, denn Lause arbeitet auf Deutsch und Kroatisch und verfügt zudem über sehr gute Englischkenntnisse.
Ihr Weg zur Schauspielerei begann ungewöhnlich früh. Bereits als Kind stand Alessija Lause vor der Kamera und sammelte erste Erfahrungen in einem Musikvideo. Später folgten Arbeiten für das Kindermagazin „Zapp Zarapp“ und verschiedene Werbeproduktionen. Nach dem Abitur ging sie nach Kroatien, wo sie zunächst unter anderem als Regieassistentin und im Bereich Tanztheater arbeitete. Ihre künstlerische Laufbahn entwickelte sich damit nicht ausschließlich über eine klassische Schauspielausbildung, sondern über Theater, Tanz, Workshops und praktische Erfahrungen.
Vom Theater zur erfolgreichen Schauspielkarriere
Ein wichtiger Teil von Alessija Lauses Karriere entstand auf der Theaterbühne. Bereits in den frühen 2000er-Jahren arbeitete sie mit internationalen Theaterprojekten. Dazu gehörten unter anderem Auftritte mit der argentinischen Theatergruppe De La Guarda sowie Produktionen des japanischen Butoh-Künstlers Katsura Kahn. Sie war außerdem bei der RuhrTriennale und beim Theaterfestival in Pula, Kroatien, beteiligt. Diese frühen Erfahrungen zeigen, dass Lause nicht ausschließlich über klassische Fernsehproduktionen bekannt wurde, sondern ihre schauspielerischen Fähigkeiten zunächst auch in körperbetonten und internationalen Bühnenformaten entwickelte.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt sie für „Danny and the Deep Blue Sea“ von John Patrick Shanley. In dem Stück übernahm sie die Rolle der Roberta und war nicht nur als Schauspielerin beteiligt, sondern auch als Produzentin der Produktion tätig. Das Stück wurde unter anderem beim Edinburgh Fringe Festival, beim Belfast Festival und am English Theatre Berlin gezeigt. 2011 erhielt Alessija Lause beim Edinburgh Fringe Festival den „The Stage Award for Acting Excellence“ als beste Schauspielerin für ihre Darstellung der Roberta. Die Auszeichnung gehört zu den wichtigsten frühen Meilensteinen ihrer Laufbahn und unterstreicht ihre Anerkennung als Bühnenschauspielerin.
Alessija Lause als Stuntfrau und ihre bekanntesten Produktionen
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin hat Alessija Lause eine besondere Qualifikation, die sie von vielen Kolleginnen unterscheidet: Stuntarbeit. In ihrer professionellen Vita werden Stunts ausdrücklich als besondere Fähigkeit genannt. Dazu kommen sportliche Kenntnisse in Capoeira, Kampfsport, Taekwondo, Reiten, Ski Alpin, Snowboard und Wakeboard. Diese körperliche Vielseitigkeit passt zu ihrer Arbeit in Produktionen, in denen Schauspiel und anspruchsvolle Bewegungsabläufe miteinander verbunden werden.

Ihre Stuntarbeit wurde bereits früh ausgezeichnet. 2011 erhielt Lause beim Los Angeles International Film Fest die Auszeichnung „Best Stunts“ für St. Christophorus: Roadkill. Parallel entwickelte sie ihre Schauspielkarriere weiter und übernahm im Laufe der Jahre Rollen in unterschiedlichen Film- und Fernsehproduktionen. Zu ihren bekannteren Arbeiten gehören unter anderem „Kleo“, „Boom Boom Bruno“, „Das zweite Attentat“, mehrere Tatort-Folgen aus Dortmund sowie verschiedene ZDF- und RTL-Produktionen. Für Kleo wird in ihrer professionellen Vita außerdem der Grimme-Preis 2023 geführt; Boom Boom Bruno erhielt 2024 eine Grimme-Preis-Nominierung.
Ihre Rolle als Ira Klasnić im Dortmunder „Tatort“
Für ein breiteres Fernsehpublikum ist Alessija Lause besonders durch ihre Rolle als Hauptkommissarin Ira Klasnić im Dortmunder „Tatort“ bekannt geworden. Klasnić leitet die Dortmunder Mordkommission und gehört inzwischen fest zum Ermittlerteam. Der WDR beschreibt die Figur als selbstbewusst, eigenwillig und schwer einzuschätzen. Auch Lause selbst betont, dass sie gerade die widersprüchliche Persönlichkeit der Kommissarin interessant findet. Klasnić folgt häufig ihrem eigenen Weg und muss dabei lernen, ihr Team stärker einzubeziehen.
Besonders deutlich wird die Vielschichtigkeit der Figur im „Tatort – Schmerz“, der am 22. Februar 2026 im Ersten ausgestrahlt wurde. In diesem Fall wird Klasnić mit ihrer Vergangenheit und den Folgen der Jugoslawienkriege konfrontiert. Laut WDR hat die Figur als Jugendliche Kriegserfahrungen gemacht und später als Bundeswehrsoldatin mit KFOR-Mandat im Kosovo gedient. Die Handlung verbindet dadurch den aktuellen Mordfall mit persönlichen Erinnerungen und alten Loyalitäten. Für Alessija Lause bietet die Rolle damit deutlich mehr als eine klassische Ermittlerfigur: Ihre Darstellung verbindet Polizeiarbeit mit einem emotional komplexen persönlichen Hintergrund.
Aktuelle Projekte und Karriere im Jahr 2026
Auch 2026 ist Alessija Lause weiterhin regelmäßig im deutschen Fernsehen zu sehen. Ein aktuelles Beispiel ist die ZDF-Serie „Der Bergdoktor“. In den Folgen „Ein letztes Lied“ übernahm sie die Rolle der Katharina Selig, einer Sängerin, deren Figur mit einer schwierigen medizinischen Diagnose und persönlichen Konflikten konfrontiert wird. Das ZDF führt Lause ausdrücklich in der Besetzung der 2026 ausgestrahlten Folgen.
Ihre aktuellen Arbeiten zeigen, wie breit ihr Rollenprofil inzwischen geworden ist. Neben Krimiformaten wie dem Dortmunder „Tatort“ gehören auch Serien und Fernsehfilme aus unterschiedlichen Genres zu ihrer Filmografie. Dabei kann Lause sowohl komplexe dramatische Figuren als auch Rollen in stärker genreorientierten Produktionen verkörpern. Mit ihrer Kombination aus Schauspielerfahrung, körperlicher Vielseitigkeit und internationaler Theatererfahrung verfügt sie über ein ungewöhnlich vielseitiges Profil. Gerade diese Mischung macht sie zu einer interessanten Persönlichkeit innerhalb der deutschen Film- und Fernsehlandschaft.
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Fazit
Alessija Lause hat sich über viele Jahre ein vielseitiges Profil als Schauspielerin aufgebaut. Ihre Karriere umfasst Theater, Film und Fernsehen, aber auch Stuntarbeit. Besonders bemerkenswert ist, dass sie bereits als Kind erste Erfahrungen vor der Kamera sammelte und später auch international auf der Bühne arbeitete. Ihre Auszeichnung beim Edinburgh Fringe Festival für „Danny and the Deep Blue Sea“ gehört zu den wichtigen Stationen ihrer Theaterlaufbahn.
Heute ist Lause einem breiten Publikum vor allem als Ira Klasnić im Dortmunder „Tatort“ bekannt. Die Figur entwickelte sich von einer Ermittlerin aus dem Bereich der verdeckten Ermittlungen zur Leiterin der Dortmunder Mordkommission. Auch 2026 bleibt Klasnić Teil des Ermittlerteams. Im „Tatort – Schmerz“ stand ihre persönliche Vergangenheit besonders stark im Mittelpunkt, während sie im neuen Fall „Blut und Wasser“ weiterhin als Leiterin der Mordkommission eine wichtige Rolle übernimmt.
Häufige Fragen zu Alessija Lause
Wie alt ist Alessija Lause?
Alessija Lause wurde am 15. April 1980 geboren. Im Jahr 2026 ist sie 46 Jahre alt.
Welche Rolle spielt Alessija Lause im „Tatort“?
Sie spielt Ira Klasnić, die Hauptkommissarin und Leiterin der Dortmunder Mordkommission. Die Figur ist seit 2024 in dieser Funktion Teil des Dortmunder Teams.
Ist Alessija Lause auch als Stuntfrau tätig?
Ja. Neben ihrer Schauspielarbeit hat Lause auch als Stuntfrau gearbeitet. In einem WDR-Interview von Februar 2026 sprach sie unter anderem über ihre Stuntjobs und ihre Arbeit am Set.
In welchem „Tatort“ war Alessija Lause 2026 zu sehen?
2026 war sie unter anderem im Dortmunder „Tatort – Schmerz“ als Ira Klasnić zu sehen. Die Folge wurde am 22. Februar 2026 im Ersten ausgestrahlt.
